Sprache gestaltet Zukunft: Ortrud Tornow begeisterte 89 Gäste im Kanzlerpalais
22. September 2026 · Presse & Fachbeiträge
Ein lebendiger Abend über die Kraft der Worte, echte Begegnung und die Verantwortung für unsere Wirkung
Wie sehr Worte unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen und damit unsere Zukunft prägen, zeigte die Fuldaer Autorin, Mentorin und Kommunikationsexpertin Ortrud Tornow am 16. September im Kanzlerpalais. 89 Gäste folgten der gemeinsamen Einladung des Vereins Zukunft Bildung und der Freunde des Museums Fulda zu ihrem Vortrag:
„Die Kunst der Begegnung – weshalb gute Kommunikation Zukunft gestaltet“
Für Tornow war es zugleich eine Rückkehr an einen besonderen Ort: In dem Gebäude, das früher die Stadtsparkasse Fulda beherbergte, begann sie einst ihre berufliche Laufbahn. Heute begleitet sie seit mehr als 33 Jahren Menschen und Unternehmen in Entwicklungs-, Veränderungs- und Kommunikationsprozessen.
Der Abend war kein klassischer Frontalvortrag. Mit humorvollen Beispielen, persönlichen Geschichten, überraschenden Fragen und kleinen Übungen bezog Tornow ihr Publikum immer wieder ein. Dabei wurde deutlich: Gute Kommunikation besteht nicht allein aus den richtigen Worten. Sie beginnt mit Zuhören, innerer Klarheit und der Bereitschaft, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen.
Denn wir Menschen hören nicht nur, was gesagt wird. Wir deuten das Gehörte durch die Brille unserer persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Überzeugungen. So können Worte Türen öffnen, Menschen ermutigen und etwas in Bewegung bringen – oder genau das Gegenteil bewirken.
Besonders eindrücklich war Tornows Gedanke zur Anerkennung:
„Anerkennung bedeutet: Ich habe dich gesehen.“
Schon ein bewusst ausgesprochener Satz könne einen Menschen aufrichten, ihm Mut geben und neue Möglichkeiten eröffnen. Umgekehrt könnten vorschnelle Urteile, Verallgemeinerungen oder gedankenlos ausgesprochene Sätze Beziehungen belasten und Chancen verhindern.
Auch die Wirkung charismatischer Persönlichkeiten nahm Tornow kritisch in den Blick. Charisma allein sage noch nichts über Haltung, Werte oder Richtung aus:
„Charisma ist ein Verstärker – kein moralisches Gütesiegel. Wer Menschen bewegt, trägt Verantwortung.“
Deshalb ergänzte sie die von ihr vorgestellten neun Schlüssel des Charismas um einen zehnten: Verantwortung – für das eigene Handeln, für das, was man unterlässt, und für die Wirkung auf andere Menschen.
Das große Interesse und die aufmerksame Beteiligung der 89 Gäste zeigten, wie aktuell das Thema ist. In einer Zeit, in der Sprache häufig verkürzt, zugespitzt und emotionalisiert wird, warb Tornow für eine Kommunikation, die klar, menschlich und verantwortungsvoll bleibt.
Zum Abschluss gab sie den Gästen einen Gedanken mit auf den Weg:
„Zukunft beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt mit dem nächsten Satz, den wir sprechen – zu uns selbst und zu einem anderen Menschen.“
Der Eintritt zu der Veranstaltung war frei. Die Gäste dankten es mit einer außergewöhnlich hohen Spendenbereitschaft. Die großzügigen Zuwendungen kommen vollständig der Arbeit des Vereins Zukunft Bildung zugute.
Denn Bildung und Kultur erweitern unseren Blick, stärken unsere Urteilskraft und ermöglichen Begegnung auf Augenhöhe. Wer sie unterstützt, investiert in Menschen – und damit in unsere gemeinsame Zukunft.